zu:stimmung

Januar 27, 2007

Es schweigt die Vernunft
im Echo des Spürens
formiert sich weißer Nebel
durchdringt den Widerspruch
und löst ihn mit sich auf

Tausend Fragen
werfen im Gespann
die Fesseln ab
laufen fort eilenden Schrittes
sind es leid zu suchen
nach Antworten
die es nie gab.

Argumente verlieren
ihre dämpfende Wirkung
schreiten ehrfürchtig zurück
und befreien den Raum
für vollendetes Vorhandensein.

Und leise vernehme auch ich
die Erlaubnis
zum Glück

© PETRA HALLER

schwamm drüber

Januar 24, 2007

Wie alt der Schwamm schon ist,
der über der Sache liegt.
Stinkend und unerträglicher
als sie selbst

blutdurchtränkt
liegt er schwer
auf alten Wunden,
die er eigentlich stillen sollte.

© PETRA HALLER

dann

Januar 24, 2007

Um dich in Ruhe abzuwenden,
stell ich dir meine Angst entgegen.
Stolz und stark verdeckt sie mich.
Und was ich war
für den, der mich einst suchte.

Bis deine Sehnsucht
meine Richtung nicht mehr kennt.
dein Haupt sich neigt,
um nur noch kurz zu weinen,
weil nichts begonnen hat.

Bis deine Einsamkeit,
die sich nährt an meiner Starre,
ins Nirgends läuft,
und aufhört zu vermissen,
was niemals werden wird.

Und sie wird erst vergehen,
wenn dort und da die Achsel zuckt
und Atemstöße mich hinausbegleiten,
wenn Gefahren abgewendet,
dann erst lässt sie mich passieren.

Dann
darf ich dich lieben.

© PETRA HALLER